Artenvielfalt erhalten

Schmetterling auf LöwenzahnDie kompakte Stadt der kurzen Wege kann nicht jeden Baum erhalten. Gerade eine dicht bebaute Stadt braucht aber Freiräume und den Bezug zur Natur. Daher muss für die grüne Infrastruktur in unserem Bezirk gelten, dass vorhandene zusammenhängende öffentliche Grünanlagen und Parks bewusst als solche hervorgehoben werden und erhalten bleiben und für Nachverdichtungen Tabu sein. Flächenkorridore müssen erhalten und verstärkt werden. Bei der Gestaltung von Parkanlagen sind Lebens- und Aufenthaltsqualität, ökologische Belange und Nutzungsmöglichkeiten (wie z.B. Parksport) gleichermaßen zu berücksichtigen.

Die Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt ist uns wichtig: Auch kleine Grünflächen sollen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen entwickelt und geschützt werden. Zum städtischen Grün zählen nicht nur Parks oder Wälder sondern auch begrünte Randstreifen, bepflanzte Verkehrsinseln, Böschungen und Baumscheiben Zum Schutz der Natur gilt es auch solche Grünflächen konsequent zu schützen und der Entwicklung von Wildnis Raum zu geben. Eine pflegeleichte Variante ist das Anlegen von Wildblumenflächen, die auch bedrohten Insektenarten wie Bienen und Schmetterlingen einen Lebensraum bieten. Solche Flächen erhöhen auch das Nahrungsangebot für Vögel und Kleintiere, sie weisen insgesamt eine hohe Artenvielfalt auf. Zudem tragen die Blühflächen zum Klimaschutz bei. Sie haben eine erheblich größere Oberfläche als kurz geschorene Rasenflächen und entziehen der Atmosphäre deswegen mehr CO₂ und gehören dementsprechend zu den so sehr erwünschten CO₂-Senkern im urbanen Raum. Darüber bringen diese Blühflächen Ästhetik, Naturerleben und einen hohen Erholungswert in das Stadtleben.