Kultur- und Sportentwicklung sind Teil der nachhaltigen Stadtentwicklung

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“

(Pablo Picasso)

DreifältigkeitskircheEine Reduktion der Stadtentwicklung auf eine grüne Stadtentwicklung wird einer nachhaltigen Gestaltung nicht gerecht. Wir brauchen gleichzeitig eine systemische Diskussion und Entwicklung von sozialen Komponenten. Kultur und Sport sind ein wichtiger Katalysator für Kommunikation und für Lebensqualität im Bezirk.

Kommunale Kulturpolitik ist zu allererst der Stärkung von Kunst, Kultur und Bildung verpflichtet. Hierzu braucht es Räume für künstlerisches Arbeiten, Begegnungen und Kommunikation. Es geht aber nicht allein um Erfassung und temporäre Vermehrung von Proberäumen und Ateliers, sondern um ein konstruktives Konzept, das gute Rahmenbedingungen für die Arbeit der Kulturschaffenden im Bezirk eröffnet. Eine bessere und direktere Beteiligung dieser Kulturschaffenden an der kommunalen Kulturpolitik ist hierbei eine wichtige Gelingensbedingung.

Seehund vom ehemaligen harbuger Schwimmbad

Schwimmen in Harburg: Erinnern wir uns an das Schwimmen in Harburg in früheren Zeiten: in meiner Kindheit hatten wir eine Schwimmhalle und ein großes Freibad: es gab Sprungtürme, Sprungbereiche, eine Wassertiefe von 3 m und große Schwimmbecken mit 25 und sogar 50 m Bahnen. Diese Voraussetzungen ermöglichten alle Variationen des Freizeitschwimmens und des Schul- und Vereinsschwimmens, auch das Trainieren und Ablegen aller Leistungsprüfungen bis hin zum goldenen Schwimmabzeichen.

Heute dominieren Spaß- und Freizeitbäder, in denen man Vieles machen, aber eben nicht gut schwimmen kann. Natürlich trugen auch die Elternhäuser wesentlich mehr als heute dazu bei, die Schwimmfähigkeit ihrer Kinder zu entwickeln. Dass dieses heute nicht mehr so ist, mag man bemängeln. Doch Kinder können nichts für ihre Eltern und so sind Staat und Gesellschaft in der Pflicht hier Aufgaben verstärkt zu übernehmen. Durch gute Rahmenbedingungen und verstärkten professionellen Schwimmunterricht. Natürlich kostet das Geld, das wie jede pädagogische Investition keine kurzfristige Rendite abwirft.

Mehr Menschen sollen schwimmen lernen und schwimmen können. Deshalb wollen wir das Schwimmbadangebot im Bezirk verbessern: durch den Bau eines Kombibades in Fischbek, die Erweiterung des Midsommerlands um ein wettkampftaugliches Becken und durch ein schwimmendes Freibad im Binnenhafen oder eine Freiwasseranlage nach dem Vorbild des Kopenhagener Havne-Bads in der Süderelbe.

Havne-bad Kopenhagen
Havne-Bad Kopenhagen